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November 24, 2025

IFW TransferBot und WTT-Portal: Digitale Werkzeuge für den Technologietransfer

Veröffentlicht von Tobias Goecke (Göcke) , SupraTix GmbH (4 Monate, 1 Woche her aktualisiert)

Mit dem Launch von innovation@ifw erhielt das IFW Dresden eine moderne Digital-Plattform für Wissens- und Technologietransfer (WTT). Zwei Kernkomponenten dieser Plattform sind der IFW TransferBot sowie das WTT-Portal selbst. Nachfolgend beleuchten wir deren zentrale Funktionen und welchen Mehrwert sie für das IFW bieten. Zudem zeigen wir, wie diese Lösungen nahtlos mit der SupraWorx-Plattform integriert sind und durch Module wie Bookings, Umfragen, Kontakte und AI-Workbench ergänzt werden. Die Erweiterungen verdeutlichen, wie das Zusammenspiel von Chatbot und WTT-Portal den Innovationsprozess am IFW digital unterstützt.

TransferBot – KI-Assistenz im Tech-Transfer

Der IFW TransferBot ist ein KI-gestützter Chatbot, der Forschenden und Partnern als digitaler Assistent im Innovationsprozess dient. Seine zentrale Funktion besteht darin, rund um die Uhr Fragen zu Themen des Technologietransfers zu beantworten – etwa zu Patentierung, Fördermöglichkeiten wie IQ@IFW oder Ablauf einer Ausgründung. Dadurch erhalten Nutzer schnelle Auskünfte und Orientierung, ohne sofort persönlichen Kontakt aufnehmen zu müssen. Mehrwert: Das WTT-Team wird entlastet, während Interessenten niedrigschwellige Unterstützung erhalten. Insbesondere junge Wissenschaftler profitieren von sofortigen Antworten und Hinweisen, was die Innovation Culture fördert. Integration mit SupraWorx: Der TransferBot ist vollständig in die SupraWorx-Umgebung eingebettet. Über das Modul AI-Workbench läuft die KI-Komponente auf institutseigenen Ressourcen. Dadurch bleiben sensible Informationen intern, während der Bot dennoch leistungsfähig Fragen verarbeitet. Die Workbench ermöglicht es, maßgeschneiderte KI-Workflows für das IFW zu erstellen – im Fall des TransferBots ein auf die WTT-Themen trainiertes Sprachmodell (ein „lokaler KI-Chatbot“ in der SupraWorx-Umgebung). Der Bot greift bei Bedarf auf weitere SupraWorx-Module zu: Fragt ein Nutzer z.B. nach zuständigen Ansprechpersonen, kann der Bot auf das Kontakte-Modul zugreifen, um die Kontaktdaten des WTT-Teams bereitzustellen. Äußert der Nutzer den Wunsch nach einem persönlichen Beratungstermin, vermittelt der Bot zur Buchungsfunktion weiter. So fungiert der TransferBot als smarte Schnittstelle zwischen Nutzerfragen und den digitalen Angeboten der Plattform.

WTT-Portal – Digitales Wissens- und Technologietransfer-Hub
Das WTT-Portal auf ifw-innovation.de bildet den zentralen digitalen Anlaufpunkt für Wissenstransfer am IFW Dresden. Hier bündelt das Institut alle Informationen, Dienste und Prozesse rund um Innovation und Transfer. Zentrale Funktionen: Eine umfangreiche WTT Knowledge Base bietet Leitfäden, FAQs und Hintergrundwissen – von Patentschutz-Grundlagen bis zu Kooperationsmöglichkeiten. Darüber hinaus stellt das Portal interaktive Self-Service-Tools bereit. Ein Beispiel ist „Check your Idea“, ein interaktiver Selbsttest für neue Ideen. Dieses Online-Formular erlaubt Forschenden, eine Selbsteinschätzung ihres Forschungsergebnisses vorzunehmen. Die Fragen orientieren sich am Innovation Readiness Level (IRL)-Modell der KTH und nutzen den NABC-Ansatz, um Bedarf (Need), Lösungsweg (Approach), Nutzen (Benefit) und Konkurrenz (Competition) strukturiert abzubilden. Diese strukturierte Selbstevaluation hilft, den Reifegrad und die Alleinstellungsmerkmale einer Idee schnell zu erfassen. Die Ergebnisse fließen direkt ins WTT: Das Team kann auf Basis der Online-Eingaben Feedback geben und nächste Schritte empfehlen. Insgesamt unterstützt das Portal damit die Forscher*innen proaktiv: von der ersten Idee bis zur Validierungsförderung wird ein klarer Pfad aufgezeigt.

Mehrwert für das IFW: Durch das digitale WTT-Portal wird Wissenstransfer effizienter und transparenter. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden alle relevanten Informationen an einem Ort und können erste Schritte – wie Ideeneinschätzung oder Kontaktaufnahme – selbstständig einleiten. Dies beschleunigt den Innovationsprozess und senkt Hürden, Beratung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig gewinnt das WTT-Team wertvolle Einblicke, etwa durch die eingereichten Selbstchecks, und kann seine Unterstützung gezielter anbieten. Nicht zuletzt demonstriert das IFW mit diesem Portal seine Innovationsfreundlichkeit gegenüber externen Partnern und Förderern, indem es moderne digitale Tools für den Transfer einsetzt.

Zusammenspiel mit SupraWorx-Modulen
Die Umsetzung des WTT-Portals und des TransferBots basiert auf modularen Bausteinen der SupraWorx-Plattform. Folgende SupraWorx-Module kommen hierbei zum Einsatz und ergänzen die Lösungen:

Bookings (Buchungsmodul): Ermöglicht die Online-Terminvereinbarung direkt über die Plattform. So können Interessenten unkompliziert einen Beratungstermin mit dem WTT-Team buchen (über einen integrierten WTT-Kalender). Diese Terminbuchungs-Funktion erhöht die Erreichbarkeit der Transferstelle deutlich und reduziert organisatorischen Aufwand.

Umfragen-Modul: Wird für interaktive Formulare und Selbsttests genutzt. Beispielsweise basiert das oben beschriebene Check your Idea-Tool auf diesem Modul. Die Anbindung an das IRL-Modell zeigt, wie ein maßgeschneiderter Fragebogen im Portal implementiert wurde. Auch Feedback-Umfragen nach Veranstaltungen oder Bedarfserhebungen lassen sich so digital abbilden.

Kontakte-Modul: Dient als Kontakt- und CRM-Lösung innerhalb der Plattform. Alle relevanten Ansprechpartner (z.B. Transferbeauftragte, Patentingenieur*innen, Coaches) sind zentral hinterlegt und können auf der Website angezeigt oder via Kontaktformular erreicht werden. Anfragen über das Portal laufen strukturiert ins System, sodass keine Anfrage verloren geht und eine zeitnahe Bearbeitung gewährleistet ist.

AI-Workbench: Die AI-Workbench ist das KI-Rückgrat der Plattform. Sie stellt die Infrastruktur bereit, um KI-Modelle und -Dienste sicher innerhalb der SupraWorx-Cloud des IFW zu betreiben. So konnte der TransferBot als LLM-basiertes Q&A-System integriert werden, ohne auf externe Cloud-KI zurückgreifen zu müssen. Die Workbench erlaubt es, KI-Prozesse genau an die Bedürfnisse anzupassen und z.B. mit der WTT-Wissensbasis zu verknüpfen. Künftig könnten darüber hinaus weitere AI-gestützte Funktionen – etwa automatisierte Dokumentenauswertung oder Übersetzungshilfen – nahtlos hinzugefügt werden.

Fazit: Integriertes Ökosystem für Innovation
Durch die Kombination von TransferBot und WTT-Portal mit den SupraWorx-Modulen entsteht am IFW Dresden ein integriertes digitales Ökosystem für den Technologietransfer. Beide Projekte sind so konzipiert, dass sie optimal auf der SupraWorx-Plattform aufsetzen. Die Module greifen wie Zahnräder ineinander:

Der KI-Chatbot nutzt Wissensbasis und Daten des Portals, das Portal wiederum bindet über Module Services ein, die den Nutzern Interaktivität und direkten Draht zum Transfer-Team bieten. Das Ergebnis ist ein leistungsfähiges, ganzheitliches System, das den Weg „von der Erfindung zur Innovation“ unterstützt. Indem das IFW diese digitalen Lösungen einsetzt, werden Prozesse beschleunigt, Kommunikation vereinfacht und die Innovationskultur gestärkt – ein Gewinn für Forschende, Transferpersonal und externe Partner gleichermaßen. Mit der SupraWorx-Plattform als Fundament bleibt das System zudem ausbaufähig: neue Funktionen oder Anpassungen können modular ergänzt werden, ohne das Gesamtkonstrukt zu destabilisieren. So hat das IFW Dresden eine zukunftsfähige Brücke geschlagen, die Wissenschaft und Wirtschaft digital näher zusammenbringt.




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